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Meine Tiere leben das ganze Jahr über draußen. Es ist deutlich aufwändiger und auch vielleicht etwas teurer, aber meiner Meinung nach für die Tiere das Beste. Der Stall muss natürlich wetterfest sein, darf nie in der prallen Sonne stehen und muss auch im Winter gut zugänglich und leicht zu reinigen sein. Gerade im Winter ist die Arbeit, die eine solche Haltung macht , nicht zu unterschätzen. Meiner Erfahrung nach ist das A und O ein immer trockener Stall und die Vermeidung von Durchzug. Schnell ist da eine größere Biotonne nötig und nicht jeder hat Lust, bei Nieselregen oder -3°C mindestens 2 mal täglich nach dem Rechten zu sehen. Fressen alle? "Pipi Ecken" nochmal sauber überstreuen. Einzelne Tiere "einsammeln" und nachsehen, ob die helle Stelle im Fell nicht etwa ein beginnender Hautpilz ist.

 Darüber hinaus brauchen die Tiere Platz, gerade auch im Stall und nicht nur im Gehege. Nur zu zweit im kleinen Stall ist es langweilig, die Tiere bewegen sich kaum und können im Winter sogar erfrieren! Im Gehege müssen täglich Futtereste aufgekehrt werden. Im Sommer drohen Fliegen und Wespen und im Winter wird sonst alles schnell zum angefrorenem Matsch. Ausserdem sollte man, was die Geruchsentwicklung von vergammelnden Futterresten angeht, seine Nachbarschaft nicht überstrapazieren. Da ich auch nachzüchten möchte ohne "wild" Nachwuchs zu produzieren, leben meine Damen zusammen mit einem Kastraten in der  großen Gruppe. Die Zuchtböcke leben mit einer aktuellen Flamme oder auch mal ihren Söhnen in einem eigenem Stall. Kein Weibchen bekommt öfter als zwei mal im Jahr Junge. Ich bemühe mich also einerseits schöne gesunde US -Teddies  zu züchten, andererseits dem Tier und seiner Lebensqualität gerecht zu werden.

© 2009 Astrid Brendel, Schwalmtal